RAUM FÜR EMOTIONEN

Nichts kann den Geist eines guten Designprojektes besser vermitteln, als das Badezimmer. Dort werden die Notwendigkeiten und Funktionen mit Emotionen verbunden, dort zeigen sich Klarheit in der Form und der Traum nach Persönlichem.

Nichts kann den Geist eines guten Designprojektes besser vermitteln, als das Badezimmer. Dort werden die Notwendigkeiten und Funktionen mit Emotionen verbunden, dort zeigen sich Klarheit in der Form und der Traum nach Persönlichem.

Die spanische Architektin und Designerin Patricia Urquiola hat für Agape zwei neue Badewannen entworfen – beide beziehen sich in der Formensprache auf traditionelle Bilder und Strukturen und spielen mit fließenden Linien, welche die Form zu einer Einheit binden.

Weniger ist mehr 

„Cuna“ hat eine eher klassische Form und der klare Körper wird in ihrem Erscheinungsbild von einem röhrenförmigen Stahlrahmen unterstützt. Die einzige Gestaltung ist dieser unterstützende Rahmen und der leicht überhängende Rand. Sie ist auch in einem matten Grau erhältlich. Dieses Design bringt die Badewanne auf die reine Form zurück und beweist: „Weniger ist mehr!“

„Larian“ präsentiert sich als eigenständiges Einzelstück mit einem weißen Körper. Der Rand der Wanne ist zurückgekantet und lädt den Betrachter sozusagen ein, hineinzusteigen und zu genießen. Der schwarze, in die Wannen hineinragende Ausguss verbindet sich selbstsicher mit dem Design und stellt gleichzeitig einen starken Kontrast zum Weiß der Form her.

Wandelbar und selbstsicher

Die Designerin Urquiola ist ziemlich wandelbar und auch selbstsicher in der Formgebung jeder Badewanne, die sie entwirft. „Vieques“ zum Beispiel, lehnt sich eher an traditionelle, altertümliche Vorbilder an, aber trotzdem mit einem zeitgemäßen Design. Aus Stahl gefertigt, ist sie in weiß und dunkelgrau erhältlich und wird mit einem Brett aus Teakholz ergänzt. Dieses kann entweder als Rückenlehne verwendet oder am Rand der Wanne montiert werden.      ο

Text: Peter Reischer

Fotos: Patricia Urquiola