Fassadenwelle

“Bombora” ist ein indigener Ausdruck, möglicherweise hat er seinen Ursprung in der „Dharuk“ Sprache, die in der Gegend von Sydney in Australien gesprochen wird.

Er beschreibt das Brechen einer Welle über einem kleinen Riff und hat den Eingang in die Sprache der australischen Surfkultur gefunden. Das kleine Wohnhaus in einer dicht besiedelten Gegend, nur einen Katzensprung vom berühmten Bondi Beach, ist eine Hommage an diesen Sport. Der dreigeschossige Bau – von Architekt Luigi Rosselli entworfen – mit der Bezeichnung Bombora Bondi formt mit seiner geschwungenen Vorderseite eine Umarmung für den Haupteingang im erhöht liegenden Eingangsgeschoss. Auf Wintergarten oder Veranda wird verzichtet, nur leicht wellenförmig aus den Türleibungen herausragende Stahlrahmen bieten einen Wetterschutz. Die Basis der Architektur ist mit – im Fischgrät verlegten – feinen, blau und jade getönten Fliesen verkleidet.

Als eine Art Hommage an das Surfparadies des Bondi Strandes in Sydney ist dieses Haus in unmittelbarer Strandnähe entworfen und zu verstehen.

Sie schimmern und wechseln die Farben mit dem Lauf der Sonne wie die Oberfläche des Meeres. Der Schwung des Sockels setzt sich auch in den oberen Geschossen fort, im Eingangsgeschoss sind die Fassaden weiß verputzt und bieten einen interessanten Kontrast zum blau getönten Sockel. Das Dachgeschoss wiederum ist in dunklen Tönen gehalten und so wirkt der Mittelteil wie die Gischt, die sich über der Welle im Himmel bricht.

Text: Peter Reischer
Fotos: Prue Ruscoe