Eine fröhliche Künstlerin aus Prag

Fliesen, Mosaik und keramische Platten werden meistens in Nassräumen und Küchen oder als Terrassenbelag verwendet, dabei ist das Material fast universell einsetzbar. Zum Beispiel auch an der Fassade. Denn die Fassade eines Hauses ist der gestaltete, repräsentative Teil der Haushülle und schützt das Haus und seine Konstruktion vor Witterungseinflüssen. Und gerade hier kann Keramik einen wesentlichen, auch ästhetischen Beitrag zur Optik einer Architektur und damit zur Integration in den Kontext leisten.

Fliesen, Mosaik und keramische Platten werden meistens in Nassräumen und Küchen oder als Terrassenbelag verwendet, dabei ist das Material fast universell einsetzbar. Zum Beispiel auch an der Fassade. Denn die Fassade eines Hauses ist der gestaltete, repräsentative Teil der Haushülle und schützt das Haus und seine Konstruktion vor Witterungseinflüssen. Und gerade hier kann Keramik einen wesentlichen, auch ästhetischen Beitrag zur Optik einer Architektur und damit zur Integration in den Kontext leisten.

Die Vorteile von Keramikfassaden sind unter anderem die hohe Witterungsbeständigkeit und Festigkeit. Sie nehmen fast kein Wasser auf, Regen oder Niederschlag reinigt die Oberfläche ohne zusätzliche Kosten und große Platten sind schnell montierbar.

Unverwüstlicher Werkstoff

Die Werkstoffe für derartige Fassaden bestehen aus tonmineralhaltigen Stoffen wie Feldspat, Schamotte, Ton u.a. und Wasser. Sie werden bei etwa 1.200°C gebrannt und haben eine niedrige Wasseraufnahme von unter 6%. Die Scherben sind sehr dicht, kaum saugend und frostbeständig. An Fassaden wird Keramik als Grobkeramik (keramische Spaltplatten, Ziegelplatten u.a.) und als Feinkeramik (unglasierte oder glasierte Steinzeugfliesen) eingesetzt. Das Material wird trocken oder stranggepresst hergestellt und gilt als nicht brennbar. Vor allem seine Farbbeständigkeit übertrifft so gut wie alle anderen Materialien. Die Fliesen vom Ischtar-Tor in Babylon erstrahlen auch nach mehr als 2.500 Jahren in ihrer ursprünglichen Farbigkeit und Glanz.

Hinterlüftete Fassaden

Kleinformatige Fliesen werden meist aufgeklebt, was ziemlich zeitintensiv ist. Deshalb bestehen keramische Bekleidungen bei Fassaden in der Regel aus großen Tafeln und werden als vorgehängte, hinterlüftete Konstruktionen ausgeführt. Das hat den Vorteil einer ständigen Durchlüftung hinter der Schutz bildenden Schicht, so wird Staunässe und Feuchtigkeit, welche die Fassade beschädigen könnte (Schimmel etc.), vermieden. Die Platten für vorgehängte hinterlüftete Fassaden basieren auf gleichwertigen Grundstoffen wie herkömmliche Keramikfliesen, die zum Beispiel in Nassbereichen eingesetzt werden – nur kommen eben großformatige Elemente zum Einsatz.

Ein besonderer keramischer Werkstoff ist Terracotta, ein Material aus gebranntem Ton, das als Fassadenbekleidung in stranggepressten Profilplatten oder Ziegeln verwendet wird. Profilplatten werden mit und ohne Hohlkammern in Abmessungen von 14 bis 80 cm in der Höhe und 40 bis 250 cm Länge je nach Gestaltungswunsch hergestellt. Die auf Holz- bzw. Aluminiumunterkonstruktionen unsichtbar befestigten Terracotta-Profile werden in verschiedenen Oberflächenqualitäten, wie z. B. glasiert, geschliffen, gerillt oder patiniert ausgeführt.

Baukeramik punktet mit Nachhaltigkeit

Wenn man neu bauen oder auch eine Fassade sanieren will, sind die Wahl des Baustoffs, die Art der Unterkonstruktion und der Wärmedämmung bis hin zu Design und Farbe der endgültigen Anmutung wichtige Kriterien. Der Begriff der Nachhaltigkeit spielt heute auch eine wesentliche Rolle. Gemeint ist damit, die Einbeziehung des kategorischen Imperativs von E. Kant, also die Wertsteigerung oder -erhaltung für die zukünftigen Generationen. Also sollten natürliche Baustoffe, die recycelbar sind und die endlichen Ressourcen unserer Welt nicht erschöpfen, verwendet werden. Diese ergeben dann auch eine positive Energiebilanz über viele Jahre. Da ist Ton/Lehm – als Ausgangsprodukt für keramische Beläge – sicher eine gute Wahl.

Neues Fassadensystem Terrart®Clad

Auf alle diese Anforderungen bietet der niederrheinische Anbieter hochwertiger Fassadenkeramik NBK jetzt mit dem neuen Fassadensystem Terrart®Clad eine Lösung. Auf Basis der Allgemeinen Bauartgenehmigung des DIBt Nr. Z-10.3-780 ist dieses Fassadensystem für die Verwendung bei hinterlüfteten Außenwandbekleidungen nach DIN 18516-1 freigegeben. Neben den erwähnten Keramikplatten komplettiert das Schwesterprodukt Light (Gesamtdicke 28 mm) das Sortiment in der kostenbewussten Produktschiene. Auch diese Range wurde mit Z-10.3-771 vom DIBt mit Allgemeiner Bauartgenehmigung freigegeben.

Mit einer Breite von 1400 mm, einer Höhe von 250 bis 300 mm und einer Gesamtdicke von 18 mm, ergibt sich eine relativ dünne Platte. Dies kommt der Statik zugute, ist sie doch wesentlich leichter als bisher übliche großformatige Keramikplatten von 30 oder 40 mm Dicke. Damit bietet sie Architekten weltweit die Möglichkeit, Gebäuden und Objekten eine individuelle, unverwechselbare Fassade zu geben. Dieser Aspekt ist gerade bei Sanierungen von Vorteil, da der Untergrund teilweise nicht für eine schwere Fassadentraglast geeignet ist.

Klassisches Terracotta im Trend

Wenn auch als kostengünstige Variante einer Fassadenplatte ausgelegt, gliedert sich das neue Fassadensystem doch in vielen Punkten – bis hin zum System der Anbringung – in die Produktfamilie des Herstellers ein. Zum einen steht in der Version „Keramik natur“ die gesamte Palette natürlicher Farben von warmen, erdigen Tönen bis hin zu hellgelben, rötlichen, grauen und anthrazitfarbenen Nuancen zur Auswahl. Der haptische Eindruck bestätigt die besonders gelungene Hinwendung zum klassischen Terrakotta. Durch das Engobieren der Oberfläche lassen sich natürliche Farben genauso wie eine dekorative Farbpalette mit ganz eigenen Effekten erzielen.
Den Variantenreichtum bei beiden Systemen zeigen ebenfalls die Glasuren. Individuelle Mischungen für vielfältige Ausdrucksformen von Farbe, Lichteffekte und Leuchtkraft ermöglichen Fassadengestaltungen mit Design, Qualität und Sicherheit bei Neubau oder Sanierung.

https://nbkterracotta.com/
Text: Peter Reischer