Badarchitektur mit Fliesen

Echtholz oder Spachtelwände im Bad mögen sich in Nischen tummeln – doch Keramik ist und bleibt der „Siegerbelag“ im Bad: Kaum ein anderes Material bietet eine größere stilistische Vielfalt; kaum ein Belag übersteht ein feuchtes Raumklima über Jahrzehnte; kaum eine Wand- und Bodengestaltung kann funktional besser überzeugen. Denn ganz egal, wie edel eine Fliese aussieht – sie verfügt immer über eine robuste, kratzfeste, hygienische und reinigungsleichte Oberfläche – und sorgt in rutschhemmender Ausführung für festen Stand unter der Dusche.

VILLEROY & BOCH Fliesen – Aberdeen.

Die fugenlose Gestaltung von Wand- und Boden lockt mit einer „cleanen“ Optik und der Aussicht, sich künftig nicht mehr um verschmutzte Fugen kümmern zu müssen. Dabei wird allerdings meist ignoriert, dass heutige Fugenmaterialien lange haltbar und hygienisch sind; andererseits bleibt unerwähnt, dass für viele der neuen, im „fugenlosen“ Bad eingesetzten Materialien noch gar nicht erprobt ist, ob sie dauerhaft haltbar sind. Und schließlich stellen viele Bauherren, die sich für ein Bad ohne Fliesen entschieden haben, fest, dass Spachtelwände oder Estrichböden nicht automatisch wohnlich wirken. Denn das menschliche Auge findet in Linien und Strukturen „Halt“, die Fliesen durch Fugen oder Holzböden durch Verlegemuster wie das Fischgrät bieten. Bei vollkommen glatten Flächen fällt es uns hingegen schwer, Proportionen wahrzunehmen – wodurch sich ein unbehaglicher Eindruck im Raum entfalten kann.

XXL-Formate erzielen fast fugenlose Wirkung

Homogene Flächen, die zugleich auf Dauer haltbar und komfortabel zu reinigen sind, lassen sich auch mit großformatigen Fliesen sowie den neuen „Megaformaten“ mit Kantenlängen bis zu 120 x 260 cm gestalten. Dabei erzielen X(X)L-Fliesen aufgrund ihres geringen Fugenanteils ebenfalls einen puristischen, großzügigen Flächeneffekt – ganz gleich, ob im Beton-, Marmor- oder opulenten Tapetenlook. Zugleich strukturiert das dezente Raster, das durch die die Fugen verbleibt, die Wand- und Bodenfläche – und schafft eine lebendige, interessante Atmosphäre im Raum. 

Verifiziert nachhaltig: Fliesen „made in Germany“

Seit 2010 führen die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Keramische Fliesen (BKF) eine durch das Institut Bauen und Umwelt (IBU) verifizierte Umweltproduktdeklaration (EPD) und belegen damit die Nachhaltigkeit ihrer Produkte durch ein Label, das für Neutralität und Glaubwürdigkeit steht. Mit der europaweiten Harmonisierung des Zertifizierungsverfahrens bilden EPDs eine international anerkannte und branchenübergreifende Datengrundlage für alle gängigen Gebäudezertifizierungssysteme wie z. B. DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) oder LEED (Leadership in Energy and Environmental Design).

www.fliesenverband.de